Betriebstechnik

Empfehlungen zum CW Funkbetrieb 

Q-Codes und Abkürzungen
Eine Dokumentation über den Q-Codes wurde von unserem Mitglied Urs HB9ABO erstellt. Q-Codes HB9ABOWeiter ist eine editierbare Liste von Q-Codes für die Verwendung im Shack für jeden Amateure anpassbar:  Q-Codes deutsch,    Q-Codes english
 
Die Listen mit Abkürzungen A-Z sortiert sind eher beim Zuhören einer Funkverbindung anwendbar. Abkürzungen themensortiert kann man vorzugsweise für das erstellen eines Standard QSO's anwenden.
 
 

DX- und Kontest-Stationen im Simplex Verkehr anrufen         
Rufzeichen immer nur einmal, nie gleich zweimal hintereinander geben!
Empfehlung: Besonders feinfühlig zwischen den Zeichen hören, wenn möglich mit Voll-BK!
Hören, Hören, sonst gibt es ein Chaos.
Direkt mit der Taste tasten, wenn möglich keine CW-Automaten austasten lassen
 
DX-Station hört im „Split“ Betrieb
Auf der DX Frequenz – keinen Pips aussenden! Gar nichts! 
Keine Funk-Polizei spielen. Keine Zurechtweisungen!
Bleibe schön ruhig, meide Emotionen. Hören, Beobachten, auf den „günstigen“ Moment warten. (Aktivität, Frequenz, Ausbreitungsbedingungen)

Wie  verhalten wir uns bei DX Stationen?

wie verhalten wir uns während einem Contest? Emblem)           

 
Keine Anweisungen/Kritiken an DX-Stationen und Portable Stationen geben
Man kennt deren Situation und die Voraussetzungen vor Ort ja nicht. Jeder Operateur hat oft verschiedene Aufgaben zu erfüllen.
<QSY 80m?>, <pse EU>, <pse QRS>  sind unnötige  und meist egoistische Bitten.
Keine DX/Portabel Stationen zu QRS anweisen! Sein eigenes Rufzeichen sollte man in jeder Geschwindigkeit aufnehmen können. Andere Informationsinhalte werden kaum ausgetauscht. Keine Kritiken öffentlich laut werden lassen!
 
CW-Geschwindigkeit:
Geschwindigkeit anständigerweise der Gegenstation anpassen.
Nicht schneller senden als man selber aufnehmen kann.
Lieber langsamer, dafür flüssig geben.
 
Amateur Bänder
Halte eine Kopie des IARU Bandplanes in sichtweite bereit und halte diesen Bandplan ein!  IARU-Bandplan 2014
IARU-Bandplan Region I 2016
 
Hausfrequenzen:
CW QRP-Frequenzen sind meistens um Bandanfang + 60KHz,  z.B. 14.060MHz.
Eine SOTA-Frequenz befindet sich z.B. 7.032MHz.
Es gibt Auslandfrequenzen, Funknetze und viele andere Treffpunktfrequenzen.
Dies sind  Frequenzvorschläge von Organisationen die man normalerweise respektiert. Jedoch sind diese Frequenzen keine „Heiligtümer“ auf welche man einen absoluten Anspruch hat. Man ist dynamisch genug und weicht der Situation entsprechend ein paar KHz noch oben oder unten aus.
    
Signal-Reporte
Versuche korrekte Signal-Rapporte zu geben. Dies ist im Besonderen in Verbindungen mit QRP Stationen wichtig. Vermeide RST 599 wenn man die Gegenstation kaum hört.
Bei grösseren Contesten herrscht leider eine andere Praxis, für den Rapport wird beinahe standardmässig 599 ausgetauscht.
 
Sender abstimmen
Sender in die Kunstlast abstimmen.
Wenn die Antenne auf der Frequenz abzustimmen ist, QRP! Vermindere die Sendeleistung und überzeuge Dich, ob die benutzte QRG wirklich frei ist! Halte den Abstimmtest so kurz wie möglich.
Bei automatischen Antennentunern versucht man die gefundenen Einstellungen abzuspeichern.
     
QSO-Tipp
Will man ein QSO interessant gestalten, versucht man die Übergabe mit einer geeigneten Frage abzuschliessen.
 
CQ-Rufe
Meide lange CQ CQ CQ .. Rufe.  Mache das in einer der Situation angepassen From. Höre öfters mal dazwischen. Die Ausbreitungsbedingungen, Bandbelegung, die gegenwärtige Situation auf dem Band, bestimmen ob kürzere oder längere Aufrufen sinnvoll sind.
 
Anonyme Fragezeichen auf der Frequenz - ? - ? -
In letzer Zeit hört man oft "?" aber leider meist ohne Bekanntgabe des eigenen Rufzeichens. Man hat nicht die Zeit um in Ruhe erst mal hinzuhören. Mit einem "?" will man etwas provozieren ohne sich selbst kenntlich zu geben. Manchmal geht es wie einem Spiel mehrmals hin und her. Das Nachfragen mit einem "?" kann sinnvoll sein, aber niemals in Zusammenhang mit leicht agressiver Hektik! -  Sag doch besser auch gleich wer Du bist!
 
Persönliche Beacon Stationen
Im Zeitalter, wo es möglich ist mit Reverse Beacon Networtk (RBN) Stationen seine eigene Aussendung zu beobachten, sind persönliche "Beacon-Station Aussendungen" überflüssig geworden!
Warum sollte man also die Amateurbänder damit belasten? Falls ein einzelner Amateur trotzdem mit einer Beacon-Station experimentieren möchte, sollte den IARU Bandplan unbedingt eingehalten werden. Am Besten wählt man ein hochfrequentes Amateurfunk-Band, welches ein genügend grosses Frequenz-Spektrum bietet, dafür aus. Unbeaufsichtigte Aussendungen gelten als eine Fernbediente Funkstation und benötigen eine Erlaubnis des Bakom.
 
Tipp - Halte Dir den Platz für die Morsetaste frei!
An der letzten HAM-RADIO in Friedrichshafen konnte man am SDXF/HST Stand seine Tast-Fähigkeiten an verschiedenen Morsetasten ausprobieren. Zur Eigenkontrolle stand ein Computer mit einer HST-Morsedekodierungs- Software zur Verfügung. Was wir beobachtet haben,  lassen wir durch die nachgestellten Bilder ausdrücken
 
 
Die Taste ist zur Nebensache geworden, deshalb nimmt man auch die verschiedenen Hindernisse auf dem Tisch in Kauf, der Computer scheint wichtiger als die Taste geworden zu sein! Die Armstellung völlig unbequem!
 
Der  Vorderarm Arm liegt ruhig entspannt auf dem Tisch!  Er wird auch nicht durch eine Tischkante behindert, noch schwebt der Arm in der Luft! So sollte es sein!
 
Quintessenz! Halte Dir für Deine Taste und Deinen ganzen Oberarm reichlich Platz auf dem Tisch frei! Als Telegrafist gibst Du der Taste die Wichtigkeit auf dem Tisch die sie sich verdient. Lege beide Arme möglichst bequem auf!
(Beobachtungen an der Ham-Radio 2015 gemacht, Claudio HB9FIR/Hugo HB9AFH)
 
Tipp - Morsetaste fixieren (Tipp von Claudio HB9FIR)
Schon einmal einem erfahrenen CW-Spezialisten über die Schulter geschaut?
Die Taste wird auf dem Tisch fixiert!  Dazu wird die Grundplatte an jeder Ecke mit vier kleinen Kitt-Massen auf der Tischplatte angeknetet. Woher bekommt man einen solchen Kitt der nicht austrocknet?  Im Jumbo findet man einen in der Leim-Abteilung. Er ist als „Coltogum knetdicht Masse à 600 gr. zu haben. (Kosten 14.95)   Klar, diese Menge ist  viel zu gross! Vielleicht kann man diese mit einem Kollegen teilen?  Denke, dass sich das Ausprobieren lohnt, vor allem dann, wenn die Taste leicht ist, öfters gewechselt wird oder die Handbewegungen beim Tasten sehr ausgeprägt ausgeübt werden! Dieser Kitt bleibt elastisch, man bringt ihn von jeder Tischfläche und der Taste wieder mühelos weg. Auf das Thema sensibilisiert habe ich bemerkt, dass es in meinem Tasten-Arsenal nur eine Taste gibt, welche auch durch ihr eigenes Stahlplattengewicht wirklich fix auf dem Tisch bleibt.

Natürlich gibt andere Möglichkeiten um eine Taste zu fixieren. Ursprünglich wurden diese auf einem Holztisch fest angeschraubt. Mann kann eine Taste auch  rutschfesten Kunststoffen oder starken Magneten und Metallplatten etc fixieren. Diese Arten von Befestigungen werden hier nicht in Betracht gezogen!

Taste mit Kitt an allen vier Ecken am Tisch befestigt.
Viel Spass auf dem Band!
 
 
 
 
 

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